Eine Hommage an Otto Reutter. Die jazzige Neuinterpretation seines Couplets „In 50 Jahren ist alles vorbei“ ist ein humorvoll-satirischer Song darüber, dass alle Sorgen, Probleme und Aufregungen des Lebens letztlich unwichtig sind, weil in einigen Jahrzehnten sowieso alles vergangen ist.
Denk‘ stets, wenn etwas dir nicht gefällt:
„Es währt nichts ewig auf dieser Welt.“
Der kleinste Ärger, die größte Qual
Sind nicht von Dauer, sie enden mal.
Drum sei dein Trost, was immer es sei:
„In fünfzig Jahren ist alles vorbei.“
Und ist alles teuer, dann murre nicht
Und holt man die Steuer, dann knurre nicht.
Mißlingt dir auch alles, dann klage nicht
Und biste mal pleite, verzage nicht –
Denn der, der nichts hat, ist glücklich und frei
Und in fünfzig Jahren ist alles vorbei.
Und ist auch ein andrer klüger als du,
dann sei nicht dämlich – und lach‘ dazu.
Was nützt sein Wissen – stirbt der vorher,
bist du am nächsten Tag klüger als der.
Wer da weiß, daß er nichts weiß, weiß vielerlei –
und in fünfzig Jahren ist alles vorbei.
Und fährst im Auto nach Haus zu spät –
im besten Anzug – da streikt`s und steht, –
du suchst im Schweiß deines Angesichts,
was los ist, – kriechst d’runter – und findest nichts,
stehst ratlos, verschmiert, die Hose entzwei, –
In fünfzig Jahren ist alles vorbei.
Und führst `nen Prozeß du – ertrag‘ die Qual
und hörst du ’ne Oper, sie endet mal –
und hast du Magenweh und musst raus
und da ist schon jemand, dann harre aus.
Wie lang es auch dauert, der Platz wird frei –
In fünfzig Jahren ist alles vorbei.
Und liest du ’ne Zeitung, dann schau nicht hin,
Es steht ja doch bloß was Schlechtes drin.
Und schafft dir die Politik Verdruß,
Es kommt ja doch alles, wie’s kommen muß,
Heut‘ haben wie die, morgen jene Partei
und in fünfzig Jahren ist alles vorbei.
Und fürchte Dich nie, ist der Tod auch nah,
Je mehr du ihn fürcht’st, um so eh’r ist er da.
Vorm Tode sich fürchten, hat keinen Zweck.
Man erlebt ihn ja nicht, – wenn er kommt, ist man weg –
Und schließlich kommen wir all an die Reih‘
In fünfzig Jahren ist alles vorbei.
Drum: Hast du noch Wein, dann trink‘ ihn aus
Und hast Du ein Mädel, dann bring’s nach Haus
Und freu‘ Dich hier unten beim Erdenlicht.
Wie’s unten ist, weißt du – wie oben nicht.
Nur einmal blüht im Jahre der Mai
In fünfzig Jahren ist alles vorbei –
In fünfzig Jahren ist alles vorbei.
Mitwirkende:
UmaMu: Gesang
Phil Harmonie: Gitarre, Bass, Orgel, Percussions
Frank Degenhardt: Piano
Daniel Nötzold: Saxophon
LoboMix: Klarinette
Micha Fromm: Schlagzeug
Produktion: Michael Schramm
Text: Otto Reutter
Musik und Arrangement: UmaMu & Michael Schramm
Mischung & Mastering: Michael Schramm
Mixing-Supervision: Chris „Zelo“, Johannes Komarek
Darsteller: Pius Maria Cüppers
Regie: Michael Schramm
Kamera: Moritz Forster
Licht: Nils Castner
Maske: Lena Ludwig
Schnitt: Michael Schramm
Farbgestaltung: Nils Castner, Moritz Forster
Produktion: Michael Schramm
Drehbuch: Michael Schramm
Dank an:
Brillenladen Frank
Rudi Schockel
Herrmann Stengel
Dirk Drüppel und Jürgen Berger
